Liveberichterstattung vor Ort, immer auf dem neuesten Stand – egal wie es Dir dabei geht?
Neuigkeiten sind überall verfügbar. Rund um die Uhr können wir Nachrichten abrufen. Ständig gibt es neue Schlagzeilen. Diese Informationsflut ist Teil unserers Lebens geworden - wir sind besser informiert als je zuvor und können dadurch auch selbstbestimmter handeln. Gleichzeitig wird aus gesundheitlichen Gründen oft empfohlen, den eigenen Nachrichtenkonsum zu regulieren. Während bewusster Medienkonsum sich immer weiter verbreitet, sind Journalist:innen berufsbedingt den vielen Nachrichten ausgesetzt. Der Grund? Immer auf den aktuellen Stand und top informiert sein, unter anderem um so Inhalte für zukünftige Artikel zu finden.
Doch das ist nicht die einzige Herausforderung, für Medienschaffende:
Neben der schieren Menge an Nachrichten können die Themen auch psychisch belastend sein, besonders in Zusammenhang mit traumatischen und kritischen Ereignissen. Das erste Medium zu sein, welches die neusten Infos hat, egal wie viel Uhr es ist, erzeugt vor allem beim Berufseinstieg in den Journalismus einen enormen Druck. Außerdem gibt es viele Situationen, in denen Journalist:innen über schwierige Themen berichten. Sie starten Recherchen, beschäftigen sich Wochen bis Monate mit den gleichen bewegenden Sachen und erleben psychisch belastende Situationen, wie zum Beispiel bei Interviews aus Krisengebieten oder mit betroffenen Personen. Hinzu kommt die steigende Anzahl an Angriffen und Anfeindungen gegen Menschen, die in der Branche arbeiten.
All diese möglichen psychischen Belastungen nehmen viele Medienschaffende für eine wichtige und qualitativ hochwertige Berichterstattung in Kauf. Aber ist das eine notwendige Bedingung? Wie können Journalist:innen selbst schützen? Wie können ein Gleichgewicht und Auszeiten vom Berufsleben geschaffen werden?
Wir haben in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Diplom-Psychologin Friederike Engst eingeladen. Sie arbeitet seit 2018 mit dem Dart Centre Europe zusammen und hat in den letzten Jahren im Bereich Journalismus und mentale Gesundheit viel Expertise erworben. Mit der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin, Schwerpunkt Verhaltenstherapie sowie spezielle Psychotraumatherapie, und ihrer beruflichen Tätigkeit in der Klinik am Waldschlösschen in Dresden für Menschen mit Trauma und Traumafolgestörungen spezialisierte sie sich auch auf den Themenbereich „Trauma und Journalismus“. Darüber hinaus unterstützt sie seit 2019 Journalist:innen mit einem niedrigschwelligen und kurzfristigen Kriseninterventions- und Beratungsangebot, einer psychologischen Ersten Hilfe sowie bei Überlastung und Erschöpfungserleben.
Sie wird euch hilfreiches Wissen und praktische Tipps an die Hand geben und mit euch erarbeiten, wie ihr euch vor psychischen Folgen der journalistischen Arbeit schützen könnt.
Zentrale Fragestellungen:
- Welche Risiken gibt es als Journalist:in, von sekundärer traumatisierung bis hin zu "moral injury"?
- Was bedeutet "moral injury" überhaupt?
- Wie kann ich meine mentale Gesundheit schützen, Warnzeichen erkennen und Grenzen ziehen?
- Wie kann ich für mich selbst sorgen?
Worauf wartest du noch? Melde dich jetzt an und stelle Friedericke Engst deine persönlichen Fragen!
Dieses Seminar hat bereits stattgefunden!
Diese Veranstaltung findet als Online-Meeting statt. Du erhältst wenige Tage vor dem Termin individuelle und geschützte Einwahldaten in das Meeting. Du kannst mit jedem internetfähigen Gerät teilnehmen. Eine Kamera ist keine Pflicht, wir freuen uns jedoch, auch in Online-Formaten Gesichter zu sehen.